Tiefergehende Analyse zur Remote Desktop Verbindung

Unter Windows kann man sich mittels Remotedesktopverbindung grundsätzlich in einem anderen Computer einloggen. Hierzu gibt man in der Windows-Suche mstsc (Microsoft Terminal Service Client) an, woraufhin sich der Client öffnet, der auf deutsch Remotedesktopverbindung heißt.

RDP-Konfiguration

Die Remotedesktopverbindung ist schon vorkonfiguriert, die sich aus der (versteckten) Default.rdp ergeben, welche im Dokumente-Ordner liegt. Diese kann mit einem Texteditor bearbeitet werden. 

Man kann beliebig viele weitere .rdp Dateien anlegen und mit dem Client dann öffnen. Oder ins Windows Suchfeld rdp eingeben und dort auswählen. Auch kann man diese Dateien dann geordnet auf einem Netzwerkordner ablegen und den Kollegen zum Starten der Remote-Sitzungen zur Verfügung stellen. Dort kann man die Remote-Verbindungen zentral editieren und per Namenskonvention oder Ordnerstruktur ein Ownership etablieren.

Man kann die RDP-Sitzung auf die Benutzung eines bestimmtes Programms auf dem entfernten Rechner einschränken.

Auch kann man das Passwort mitspeichern.

Aufbau .rdp Datei

folgt dem Schema:
Option:Typ:Wert

Vermutlich gibt’s nur zwei Typen: i und s, wobei diese vermutlich integer und string bedeuten und eigentlich eine überflüssige Eingabe darstellen.

Die Option full address beispielsweise meint die Adresse des entfernten Rechners. (Übersicht über die Optionen)

Beispiel:

username:s:michael
username:s:mydomain/michael
full address:s:10.103.24.100
full address:s:meincomputer.meinedomain.de

Adminclient: Remote Desktop Connection Manager (von Sysinternals)

Wer parallele Remote Sitzungen benötigt (z.B. Admins), kann sich mal den Remote Desktop Connection Manager anschauen. Dieser ist hier frei downloadbar und auch im licence agreement, welches im Installationwizard erscheint, sehe ich keinen Hinweis auf für mich relevante Nutzungseinschränkungen: „You may install and use any number of copies of the software on your devices. The software is licensed, not sold. (…) „ .rdp files kann man leider nicht direkt
importieren, sondern muss hierfür die Power Shell bemühen.

Adminclient: vRD2011 (von Visionapp)

Im Vergleich zum Admin-Client von Microsoft kann vRD2011 mehr. Es bietet eine hierarchische Struktur von Ordnern und Anmeldeeinstellungen können vererbt werden. Außerdem können auch VNC-Verbindungen darin administriert werden.

vRD2011 ist als Freeware erhältlich, dann jedoch ohne multi-user-Funktionalität und auf drei gleichzeitige Sitzungen beschränkt.

Weiterführende Quellen

Doku zu mstsc.exe
wiki zu Remote Desktop Services im Allgemeinen und Remote desktop Connection im Speziellen.P

Probleme bei UI-Testautomatisierung

Sobald man eine RDP-Verbindung zu einem Computer trennt, kann dies einen UI-Test blockieren (die Screenshots sind dann z.B. schwarz).

RDP versus VNC

Ziemlich guter Vergleich zwischen VNC und RDP