LinkedIn: Budgetfehler vermeiden

Ausgangslage: Aus Versehen (viel zu) viel Budget einer Kampagne zuzuweisen, kann ernsthafte finanzielle Folgen nach sich ziehen. Denn wenn die Kampagne erst einmal gelaufen ist, wird das Budget vom Sozialen Medium in Rechnung gestellt. Dieser Blogpost rät, ein Budgetlimit einzurichten, als first line of defense. Um es vorwegzunehmen – LinkedIn bietet das akutell noch nicht an.

Da ich mit Google nichts zu diesem Thema gefunden habe, habe ich mich am 2. Mai 2020 an den LinkedIn-Support gewandt mit der Frage:

For reducing my risk of getting ruined by a typo while creating a campaing, I want a limit of my whole account: only spend a certain amount of money in a week. When all campaigns exceed this limit in a week, stop all campaign immediately. Is there such a feature in LinkedIn?

Am 4. Mai 2020 bekam ich folgende Antwort:

We do not technically have a feature that allows you to set a weekend spend limit on your Ads Account.

Diese Antwort kam analog zu einer ähnlichen Anfrage Anfang Januar 2021.

Behelfslösung: Vier-Augen-Prinzip

Auch die Möglichkeit, die Befugnisse eines Users der Rolle Campaign Manager auf bestimmte Campaign Groups (die tatsächlich ein Maximalbudget bieten) zu beschränken gibt es laut Linked Support nicht.

Um das Risiko des Budget Overspending  zu reduzieren, kann man die Zahl der Mitarbeiter mit der Rolle Kampagnen Manager auf das notwendige Minimum reduzieren – die übrigen Mitarbeiter erstellen die Creatives (Text, Bild) und übergeben sie dem Kampagnen Manager. Eine Dienstanweisung wird rausgegeben, dass der Ersteller der Kampagne nicht auch die Kampagne starten darf – dies muss nach dem Vier-Augen-Prinzip dann ein Kollege machen.

Behelfslösung: Kreditkartenlimit einrichten

Man könnte eine Debitkarte mit einem bestimmten Guthaben bei LinkedIn als Zahlungsmittel hinterlegen. Wenn das Guthaben aufgebraucht ist, sollte der Kartenanbieter die Zahlung verweigern. Bei Ausgaben von mindestens $100 wird am kommenden Tag eine Rechnung gestellt (Quelle) – spätestens dann sollten alle Kampagnen pausieren, wenn die Kreditkarte die Zahlung verweigert. Zwar wären dann alle Ausgaben vom Vortag als Forderung seitens LinkedIn entstanden und durch den Gläubiger auch einklagbar, aber die Gefahr von Amok-laufenden Kampagnien ist zumindest reduziert. Sarah vom LinkedIn-Support schrieb mir diesbezüglich am 4.1.2021:

If you set a limit on your card and the bank declines the advertising cost accrued, the ad account will be put on a hold. This means all ads will stop running. To reactivate your account, you will have to re-add your credit card information to continue to run ads.

Keine Lösung: Rolle Creative Manager

Eigentlich bietet LinkedIn für die Kreativarbeiten die Rolle Creative Manager an, doch kann man diese Rolle für eine Arbeitsteilung an dieser Stelle leider nicht nutzen. So erklärte der LinkedIn-Support:

With creative manager access, the user will only be able to either create or edit an ad if the campaign is active. If the campaign is in draft, the person won’t be able to select the option to manage the campaign.If the campaign is active, the person should click on Manage and this will open the Step 2 of it and the option to either edit or create a new ad should be available. 

Inzwischen schaltet LinkedIn auch noch ein Genehmigungsverfahren vor der Aktivierung einer Kampagne. Dies macht es dem Campaign Manager unmöglich, eine Kampagne mit einer Dummy-Text Ad erstmal freizuschalten, zu pausieren und dann dem Creative Manager zur Bearbeitung zu übergeben.

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